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Bildergalerie Truk Lagoon

Truk Lagoon ist das Wrack-Eldorado schlechthin. Es gibt wohl nirgends auf Erden eine dichtere Ansammlung von Schiffs- und Flugzeugwracks wie hier. Wir widmeten im April 1996 Truk bzw. Chuuk State/FSM volle zehn Tage netto mit 40 Tauchgängen. Die zweite Reise dorthin unternahmen wir im Oktober 2017 mit ebenfalls 10 Tagen Aufenthalt und 38 Tauchgängen. Die zahlreichen Wracks mit klingenden Namen wie Seiko Maru, Momokawa Maru, San Francisco Maru, Sankisan Maru etc. liegen auf angenehmen Tiefen zwischen 15 und 60 m (San Francisco Maru). Auch wenn sie noch für ihr Alter (1944) recht gut erhalten und voller Kriegsutensilien sind, wie Gasmasken, Torpedos, Schuhen, Munition, Sakhi-Flaschen, Tragflächen für Flugzeuge, Panzer und Bordgeschütze, nagt der Zahn der Zeit unaufhörlich an ihnen. Zwar nahmen  seit  der US-Operation "Hailstorm" die Unterwasserflora und -fauna die Wracks für sich in Anspruch, um die Schiffe mit wunderschönen Korallengärten zu zieren, doch der Unterschied von 2017 zu 1996 ist dennoch frappant. 21 Jahre ist eine lange Zeit. Da fast ausschliesslich mit Mischgas getaucht wird, führt dies aufgrund des höheren O2-Gehalts der Ausatemluft zu einer spürbar schnelleren Alterung der Wracks. Dennoch: die Lagune ist zu abgelegen und auch die Reise mit Aufenthalt recht teuer, sodass kein Massentourismus aufkommt. Und Wrack-Tauchen ist auch nicht jedermanns Sache...
Jedes Wrack hat seinen ganz speziellen Reiz: von der Shinkoku Maru mit ihrem traumhaften Bewuchs bis hin zu den imposanten Maschinenräumen der Kansho Maru. Eines haben sie alle gemeinsam: an allen ist die grosse Zerstörungskraft der Torpedos der US-Jagdflieger gut erkennbar, die jeden Taucher beeindruckt. Auf der M.V THORFINN waren wir 1996 und auf der M.V. TRUK MASTER 2017 bestens aufgehoben. Der tägliche Tauchplan (4 Tauchgänge pro Tag) wird so zusammen gestellt, dass der Gast möglichst viele Wracks mit möglichst langen Nullzeiten voll geniessen kann. Den Unterschied von 1996 zu 2017 erseht ihr aus der Bildergalerie. Ich wage zu behaupten, dass die Bedingungen 1996 besser waren - Bewuchs, Sichtweiten, Wassertemperatur (27° gegenüber 31°C!), Zustand der Wracks etc. Überzeugt euch selbst!